Rosette zu zwei Stimmen, op. 2,
13 Sätze

 

Einführende Worte:

Die Komposition entstand 1959 und ist für ein Akkordinstrument (Tasteninstrument) oder zwei Melodie-Instrumente gedacht. Das 13sätzige Werk beruht auf Klangreihen, das sind mit Klängen versehene Zwölftonreihen. Den Ausgangspunkt für die formale Anlage bilden zweifach rotierende Zwölftonreihen, deren graphisches Bild assoziativ an die Fensterrose (Rosette) einer gotischen Kathedrale erinnert. Die Rotationen im Sinne der großen und der kleinen Abwandlung (große Abwandlung: es rotieren 12 Töne; kleine Abwandlung: es rotieren 6+6 Töne; sie münden jeweils in die Ausgangs-Zwölftonreihe) werden in der Komposition durchaus hörbar: jeder der zwölf Sätze mündet in seine Anfangstakte, und auch die Satzfolge schließt sich wie ein Kreis, indem als 13. Satz notengetreu der 1. Satz wiedererklingt. Obwohl dem Werk ein konkreter Bauplan zugrunde liegt, ist das Ergebnis keine sterile, ohrenfeindliche "Reißbrettmusik", sondern ein aus der Empfindung geborener, abwechslungsreicher Kompositionszyklus.

Siehe auch: Besetzung a), d),
Analyse der Anfangstakte des 12. Satzes,
Publikationen (Noten), Formschema dieser Rosette, Schaubild dazu





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch: Klangreihenmusik (Gesamtüberblick), Klangreihenmusik: Musik mit neuer "Antriebskraft",
Elemente der Renaissance- und Barockmusik in der Klangreihenmusik


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