Rosette und Rosettenstruktur



Den Ausgangspunkt für die Rosettenstruktur bilden eine Zwölftonreihe oder eine Tongruppe, welche zwei- oder mehrfach rotiert, wodurch deren graphisches Bild assoziativ an die Fensterrose (Rosette) einer gotischen Kathedrale erinnert (siehe Schaubild). Bei der Rosettenform sind diese Rotationen kompositorisch hörbar gestaltet, indem fast immer jeder Satz notengetreu oder sinngemäß in seinen Anfang mündet und indem sich auch die Satzfolge dadurch, daß der letzte Satz notengetreu dem 1. Satz entspricht, wie ein Kreis schließt. Fehlen bei der Außen- oder bei der Innenrotation einzelne Rotationsglieder, dann spricht man von einer partiellen Rosettenform.
 


Beispiel I:


Außenrotation:
13 Binnenrotationen:


Modell 12 (große Abwandlung),
Modell 6+6 (kleine Abwandlung).
 
Beispiel II:


Außenrotation:
7 Binnenrotationen:


Modell 6+6 (kleine Abwandlung),
Modell 6+6 (kleine Abwandlung).
 
Beispiel III:


Außenrotation:
5 Binnenrotationen:


Modell 4+4+4,
Modell 6+6 (kleine Abwandlung).
 
Beispiel IV:


Außenrotation:
5 Binnenrotationen:


Modell 4+4+4,
Modell 2+2+2+2+2+2 (Vertauschung).
 
Beispiel V:


Außenrotation:
7 Binnenrotationen:


Mode
llkombination (6+2+2+2) + (2+6+2+2),
Modell 6+6 (kleine Abwandlung).





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch: Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)

siehe auch: Schaubild zur Rosettenform

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