Die große Abwandlung



Wenn man eine Zwölftonreihe dergestalt rotieren läßt, daß der 1. Reihenton an den Schluß versetzt wird, während gleichzeitig alle übrigen Reihentöne um einen Platz nach vorne rücken, und wenn man dies zwölfmal wiederholt, um in die Ausgangs-Zwölftonreihe zurück zu gelangen, dann nennt man ein solches dreizehngliedriges Rotationsprinzip eine "großen Abwandlung" (Modell 12, das heißt, es rotiert eine "Tonmenge" von 12 Tönen).

Wird als Abschluß die Reihe 13=1 gebracht, liegt eine geschlossene große Abwandlung vor, endet jedoch die große Abwandlung bereits mit der Reihe 12, dann spricht man von einer nicht geschlossenen großen Abwandlung.
 
 
Reihe 1: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  
Reihe 2: 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1  
Reihe 3: 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2  
Reihe 4: 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3  
Reihe 5: 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4  
Reihe 6: 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5  
Reihe 7: 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6  
Reihe 8: 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7  
Reihe 9: 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8  
Reihe 10: 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9  
Reihe 11: 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10  
Reihe 12: 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11  
Reihe 13=1: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  



[Anmerkung: Auf den zwölf Reihen einer nicht geschlossenen großen Abwandlung beruhen die "Zwölf Rubato-Stückchen für ein Holzblasinstrument solo", op. 23, von Johann Sengstschmid.]




Rotationsprinzipien:
Große Abwandlung:


Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch: Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)

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