Die schematisch nach Dreitongruppen erstellte Klangreihe



Ihr Bauplan basiert auf einer Dreitongruppenkombination, woraus der vierstimmige Harmonieverlauf und der Ambitus des Klangreihengeschehens resultieren.

Die Klangreihe leitet sich ab, indem jeder Ton der Zwölftonreihe (siehe die roten Töne) genau jener der vier Zeilen zugeordnet wird, in der er (oder sein enharmonisch verwechseltes Ebenbild) in der Dreitongruppe aufscheint (das ges kommt in die 4. Zeile, weil es Bestandteil der Dreitongruppe fis+g+gis ist, das c in die 2. Zeile, weil es der Dreitongruppe c+cis+d angehört etc.).
 
Zwölftonreihe: ges c a g e d h gis f dis cis ais fis  

Klangreihenbildung
nach Dreitongruppen:
                           
                         
dis+e+f: . . . . e . . . f dis . . .  
c+cis+d: . c . . . d . . . . cis . .  
a+ais+h: . . a . . . h . . . . ais .  
fis+g+gis: ges . . g . . . gis . . . . fis  
                             
Klangreihenakkord Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13=1  


Ein Ton wird harmoniefüllend (siehe die schwarzen Töne) so lange in seiner Zeile wiederholt, bis er auf einen neuen stößt (beispielsweise wird in der 4. Zeile das ges dreimal gebracht; erst dann wird es durch das g abgelöst, das nach viermaligem Auftreten in das gis weiterschreitet). Es entstehen dadurch 13 vierstimmige Klangreihenakkorde, denn der 1. gleicht dem 13. Klangreihenakkord:
 
 
Zwölftonreihe: ges c a g e d h gis f dis cis ais fis  
                             
dis+e+f: es es es es e e e e f dis dis dis dis  
c+cis+d: des c c c c d d d d d cis cis cis  
a+ais+h: b b a a a a h h h h h ais ais  
fis+g+gis: ges ges ges g g g g gis gis gis gis gis fis  
                             
Klangreihenakkord Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13=1  



Natürlich kann die Klangreihe auch mit dem 12. Klangreihenakkord enden.
 
Zwölftonreihe: ges c a g e d h gis f dis cis ais
                           
dis+e+f: es es es es e e e e f dis dis dis  
c+cis+d: des c c c c d d d d d cis cis  
a+ais+h: b b a a a a h h h h h ais  
fis+g+gis: ges ges ges g g g g gis gis gis gis gis  

                         
Klangreihenakkord Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12


[Anmerkung: Auf dieser Klangreihe beruhen die ersten vier Takte der "Meditation für Altsaxophon und Orgel", op. 43c, von Johann Sengstschmid , wobei die Orgel die obige Klangreihe spielt, während das Saxophon eine im jeweiligen Klangreihenakkord rückverbundene Melodiestimme ausführt. Siehe
Satzanalyse der Meditation.]





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch:

Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)
Anleitung: Rekonstruktion eines Zwölftonspiels
Automatische Klangreihen- und Melodiebildung im Überblick

Festlegung von Anfangs- bzw. Schlußakkorden
Individuelle Steuerung der Klangreihenbildung
Der unbegleitete einstimmige Satz ohne Reminiszentöne
Der akkordisch begleitete einstimmige Satz mit Reminiszentönen
Der zweistimmige Satz ohne Reminiszenztöne
Der zweistimmige Satz mit Reminiszenztönen
Der dreistimmige Satz mit Reminiszenztönen


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