"Blüh auf, gefrorner Christ" (Angelus Silesius), op. 12a

 

Einführende Worte:

Der fünfsätzige Chorzyklus für drei gleiche Stimmen entstand 1961 auf Anregung von Ferdinand Grossmann, dem damaligen künstlerischen Leiter der Wiener Sängerknaben. Das Werk ist in Rosettenform angelegt, welche am Ende in eine Wiederholung des 1. Chorstückes mündet. Der dreistimmige Satz beruht auf den von Othmar Steinbauer entwickelten zwölftönigen Vierklanggruppen: vier übereinanderliegende, aus Tonschritten bestehende Dreitongruppen führen zu einer Gruppe von drei vierstimmigen Klangreihenakkorden, welche alle zwölf Töne enthalten. Die Aufeinanderfolge der Vierklanggruppen wird durch Rotation von jeweils einer Dreitongruppe geregelt.


Siehe auch: Besetzung c), d), k)
 

Wiedergabe der vertonten Texte:

Die Worte entstammen dem "Cherubinischen Wandersmann" von Angelus Silesius:

Nr. 1: Jetzt mußt du blühen

Blüh auf, gefrorner Christ, der Mai ist vor der Tür:
Du bleibest ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier.

Nr. 2: Nichts ist sich selber

Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr;
Du auch bist anderen geschaffen und nicht dir.

Nr. 3: Nichts wollen macht Gott gleich

Gott ist die ewge Ruh, weil er nichts sucht noch will:
Willst du ingleichen nichts, so bist du eben viel.

Nr. 4: Die Schönheit kommt von Liebe

Die Schönheit kommt von Lieb; auch Gottes Angesicht
Hat seine Lieblichkeit von ihr, sonst glänzt es nicht.

Nr. 5 = Nr. 1





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton:

Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)
Klangreihenmusik: Musik mit neuer "Antriebskraft"
Elemente der Renaissance- und Barockmusik in der Klangreihenmusik
Neuevangelisierung und Musik

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