Freie Tonumstellungen
bei gleichbleibendem Rotationsprinzip




Es gibt Möglichkeiten der freien Tonumstellung, wie das Beispiel unten zeigt. Wird bei der erhaltenen Zwölftonreihe das gleiche Umstellungsprinzip erneut verwendet und die Vorgangsweise weiterhin beibehalten, gelangt man nach einiger Zeit wieder zur Ausgangsreihe, woraus eine andere Form der Rotation resultiert.

Beispielsweise vermag man die Reihe 2 zu erhalten, indem einerseits der 1. Reihenton der Reihe 1 an die 5. Stelle, der 5. Reihenton an die 6. Stelle, der 6. Reihenton an die 4. Stelle, der 4. Reihenton an die 2. Stelle, der 2. Reihenton an die 3. Stelle und der 3. Reihenton an die 1. Stelle wandert und indem andererseits der 7. Reihenton den Platz des 8., der 8. Reihenton den Platz des 12., der 12. Reihenton den Platz des 10., der 10. Reihenton den Platz des 11., der 11. Reihenton den Platz des 9. und der 9. Reihenton den Platz des 7. Tones einnimmt. Die Reihe 2 wird nach dem gleichen Umstellungsprinzip verändert, ebenso die Reihe 3 etc. Mit der Reihe 7 gelangt man zur Ausgangsreihe 1.
 
 
Reihe 1: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  
Reihe 2: 3 4 2 6 1 5 9 7 11 12 10 8  
Reihe 3: 2 6 4 5 3 1 11 9 10 8 12 7  
Reihe 4: 4 5 6 1 2 3 10 11 12 7 8 9  
Reihe 5: 6 1 5 3 4 2 12 10 8 9 7 11  
Reihe 6: 5 3 1 2 6 4 8 12 7 11 9 10  
Reihe 7=1: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12  



[Anmerkung: Auf den sieben Reihen dieser Rotationsform beruht das Klavierstück "Gruß an Walter Sachs", op. 35, von Johann Sengstschmid.]





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch: Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)

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