Klangreihen-Stauung



Der Einstieg in die nachstehende Klangreihe mit Tropenstruktur erfolgt in einer Weise, die Steinbauer mit "Klangreihen-Stauung" bezeichnet hat:

Zum einstimmigen Beginn mit gis treten zuerst das h und hierauf das f hinzu; die Klangreihe wurde also durch "Stauung" zunächst dreistimmig.

Nach der stufenweisen Einführung des g gelangt man zur nächsten Klangreihen-Stauung: durch das frei eintretende es wird die Klangreihe zur vollen Vierstimmigkeit ausgebaut.
 
 
Zwölftonreihe: gis h f g es a fis cis b c e d  

Klangreihe nach
der Tropenstruktur:
                           
                             
h + c+cis+d:   h h h h h h cis des c c d    
g+gis+a + b: gis gis as g g a a a b b b b  
f + fis:     f f f f fis fis ges ges fis fis    
es + e:         es es dis dis es es e e    
                             
Klangreihenakkord Nr.: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12    


[Anmerkung: Auf dieser Klangreihe beruht der a-Teil (Takt 1 bis 14) des "Vortragsstückes für Violine solo", op. 3, von Johann Sengstschmid
. Die darauffolgenden Klangreihen sind bei der Werkbesprechung wiedergegeben.]



Als weitere Beispiele für eine Klangreihen-Stauung lassen sich anführen: Der Beginn von W. A. Mozarts "Dissonanzenquartett", der Beginn von O. Steinbauers Chor "Halt an, wo läufst du hin" u.a.m.





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Weiterführende Informationen in Wort und Ton: siehe Links

siehe auch: Klangreihenmusik (Gesamtüberblick)

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