Hinweis auf die CD

JOHANN SENGSTSCHMID: ROSETTENKLÄNGE



Inhalt:


01-03


KIRCHENSONATE für Violine, Fagott und Klavier, op. 50
 
  
1. Praeludium ("Lobt Gott, ihr frommen Christen")
7:00
 
  
2. Meditation ("Ave regina caelorum")
4:25
 
 
3. Postludium ("Deo gratias")
8:55
 

04-16


ROSETTE ZU DREI STIMMEN, op. 7

19:33
 

17


"AVE REGINA CAELORUM" für Sopran, Alt und Orgel, op. 19a

5:07
 

18

"ERINNERUNG AN WINDHAAG", Klavierstück, op. 47

2:41
 

19

KLANGREIHEN
- RHAPSODIE für Violine solo, op. 54

10:43
 

20-22

KLEINE FESTMUSIK FÜR BLÄSER, 3 Sätze, op. 30

8:25
 
 

Gesamt:

66:49
 




Ausführende:


WOLFGANG DAVID, Violine (01-03, 19)
DAVID SEIDEL, Fagott (01-03)
EVA ULRICH-SPRUZINA, Klavier (01-16, 18)
MONICA THEISS-ERÖD, Sopran (17)
INA GASCIARINO, Alt, (17)
HELENE VON RECHENBERG, Orgel (17)
BLECHBLÄSER DES RSO-WIEN
(Nury Guarnaschelli, Peter Erdei, Johann Widihofer, Horn
Peter Fliecher, Johannes Plank, Franz Tösch, Trompete
Wolfgang Strasser, Christian Troyer, Johannes Pietsch, Posaune,
Rainer Huß, Tuba)
Dirigent: PETER WOLF (20-22)




Ergänzungen zum Booklet:


a) Angaben zum Leben und Werk von Johann Sengstschmid:

Index und Bild
Biographie

Einführung in Sengstschmids Schaffen
Künstlerisches Wollen (Selbstdarstellung)


b) Bemerkungen zur Klangreihenmusik:

Die 3 Wiener Zwölftonschulen (Gegenüberstellung)
eine davon: die Klangreihenmusik
eine ihrer speziellen Formen: die Rosettenform


c) Einführung in die eingespielten Werken:

KIRCHENSONATE für Violine, Fagott und Klavier, op. 50
ROSETTE ZU DREI STIMMEN, op. 7
"AVE REGINA CAELORUM" für Sopran, Alt und Orgel, op. 19a
"ERINNERUNG AN WINDHAAG", Klavierstück, op. 47
KLANGREIHEN-RHAPSODIE für Violine solo, op. 54
KLEINE FESTMUSIK FÜR BLÄSER, 3 Sätze, op. 30






Die CD "Rosettenklänge" (Label Hit Squad) mit Klangreihenmusik von Johann Sengstschmid wurde mit dankenswerter Unterstützung durch Sponsoren (ecoplus, PlasticsEurope, Niederösterreich-Kultur, PVC, KC Kunststoffcluster) von Ing. Heribert Ulrich, Wien, produziert.

Die gesamte Auflage wird ausschließlich einerseits von den Sponsoren als Werbegeschenk verteilt und andererseits vom Komponisten und den Interpreten zu Eigenwerbezwecken verwendet.

Die Aufnahmen dieser CD können im Internet nicht abgehört werden.



 


STIMMEN ZUR CD:



Dr. Nikolaus Fheodoroff,
Hauer-Schüler und -Experte, Mitherausgeber einer Hauer-DVD, Komponist, Dirigent und Chorleiter, langjähriger Leiter der Musikabteilung des ORF-Studios Kärnten, Gründungsmitglied des Carinthischen Sommers (an Johann Sengstschmid):

Mir scheint, dass Sie die Steinbauer'sche Klangreihenlehre sehr persönlich und kompositorisch ansprechend weiterentwickelt haben. Ihre Technik ermöglicht strenge Formen wie die "Rosetten", aber auch farbige bis virtuose Solostücke für Klavier und Violine, darüber hinaus Ensemblesätze und sogar die erneuerte Form einer "Kirchensonate" für Violine, Fagott und Klavier (!!), die zusätzlich jeweils einen cantus firmus in Ihre parallelen Klangreihen einzubauen erlaubt!


Jutta Riedel-Henck
, deutsche Musikerin, Schriftstellerin und Verlegerin, verfaßte durch Vermittlung ihres Gatten, des deutschen Pianisten, Musikforschers und Spezialisten für moderne Musik Herbert Henck, eine umfangreiche Besprechung, aus der einige Passagen zitiert werden:

Ungewöhnlich - das Cover, der Titel, die grafische Gestaltung des Booklets. Ungewöhnlich in dem uns allen gewöhnlich erscheinenden Format digital erzeugter Medienpäckchen, ... Geübt der Griff mit linker Hand die Box zu öffnen, das quadratische Heftchen mit der rechten aus der Klammerung zu ziehen. Beim ersten Blättern neugierigen Blickes durch die Seiten huschend, habe ich Mühe, die schwarzen Lettern zu entziffern. Der malerische Hintergrund drängt sich in den Vordergrund, schluckt an schattigen Stellen ganze Textpassagen, die ich lesen möchte auf der Suche nach einem Wink, was mich erwarten möge an rosettenform- und farben-inspirierten Klängen.

Das Druckwerk zur Seite legend, schiebe ich die CD in ... und starte den 1. Track. Die Tür zur Klangwelt des Johann Sengstschmid öffnet sich in majestätischer Höflichkeit ... Ich ergebe mich dem Hörerlebnis. Zu lesen brauche ich nicht, was der Entstehung dieser Komposition zu Grunde liegt. Der Klang ergreift meine Aufmerksamkeit. ...

Mir war, als sei ich eine lange kurze Weile durch ein neues Reich gewandelt, ...

Die Eröffnung war gelungen, die Einladung zur Meditation unmöglich abzulehnen. ...

"Deo gratias!"



Prof. Dr. Hartmut Krones,
Wiener Universitätsprofessor und Musikwissenschaftler, Leiter des "Instituts für Musikalische Stilforschung" mit der Abteilung "Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg", schreibt in der "Österreichischen MUSIKZEITschrift (ÖMZ)" 62/11-12 (November-Dezember 2007), Wien:

... Und auch die Rosettenklänge von Johann Sengstschmid (Heribert Ulrich 668271) beschwören zum Teil romantische Vorbilder, wenn sie die Klangreihentechnik Othmar Steinbauers sowie die Ideen Josef Matthias Hauers zu einer "harmonischen Zwölftönigkeit" ausbauen, wobei allerdings das Hörergebnis nicht selten kruden Neoklassizismus verströmt. Die ausgezeichneten Interpreten (wie Wolfgang David, Monica Theiss-Eröd, Ina Gasciarino und die Blechbläser des RSO Wien) sorgen für Hörerlebnisse.


Prälat Ulrich Küchl,
österreichischer Komponist und Propst von Eisgarn:

Die Rosettenklänge habe ich mir ausführlich zu Gehör und Gemüte geführt. Es ist eine so ätherische, manchmal verzückte Musik, dicht gewoben, nicht nur von hohem emotionalen, sondern auch intellektuellem Niveau. Das macht ja ein Kunstwerk aus: die geglückte Vereinigung von Geistes- und Seelenkraft. Darin besteht - meine ich - auch das Wesen der heute so oft geschmähten, verächtlichen Behandlung von "Schönheit". Die Rosettenklänge sind schön, manchmal von einer geradezu überirdischen Schönheit! Noch hat die heutige Kunstavantgarde andere Vorstellungen, aber ein gegenläufiger Trend macht sich langsam bemerkbar...


Heinz Martin Lonquich,
deutscher Komponist und Kirchenmusiker aus Köln, Träger der Orlando-di-Lasso-Medaille:

Die Musik von Johann Sengstschmid ist historisch nicht leicht einzuordnen: Sie gehört keiner der allgemein bekannten Stilrichtungen an und stellt insofern eine Besonderheit dar, als sie beim Hören einen durchaus der traditionellen melodischen, harmonischen und rhythmisch-metrischen Schreibweise verpflichteten Eindruck macht. Was sie auszeichnet, ist eine große Ausgewogenheit. Es gibt keine Extreme. Der Raum der Tonalität - wenn auch nicht unbedingt einer traditionellen - wird nie überschritten, obwohl die Musik sich von einer 12-tönigen Satzlehre herleitet und auf dem von J. M. Hauer gefundenen, sich aber von Arnold Schönbergs Methode der Komposition mit 12 gleichberechtigten Tönen grundlegend unterscheidenden Zwölftonsystem aufbaut, das Othmar Steinbauer zu seiner Klangreihenlehre weiterentwickelt hat, die auch Sengstschmids Kompositionsmethode zugrunde liegt.

Um eine auf dieser Klangreihenlehre aufbauenden Musik richtig zu verstehen und innerhalb der europäischen Musikgeschichte zu bestimmen, d. h. ihren Standort auszumachen, muss man wissen, dass J. M. Hauer in seiner Zwölftonmusik und vor allem in seinen über 1000 Zwölftonspielen das Komponieren für sich selbst neu definiert als eine Ordnung, die seit Ewigkeiten besteht, weil in der Schöpfung eingeprägt und vom Komponisten lediglich neu aufgefunden wird und gedeutet werden muss. Hauer selbst lehnte die gesamte Musikentwicklung seit den Griechen der Antike ab und kennt auch in letzter Konsequenz weder einen Personalstil noch eine Weiterentwicklung, lediglich eine Entfaltung des einmal entdeckten Gesetzes seines Zwölftonsystems. Othmar Steinbauer wie auch Johann Sengstschmid durchbrachen diese äußerste Strenge; aber indem sie auf Hauers Ideen fußen, knüpfen sie letzlich an das ahistorische Denken Hauers an.

Sowohl das Hauersche Zwölftonsystem als auch die Klangreihenlehre bezieht sich nahezu ausschließlich auf die Bestimmung der Tonhöhe in einem musikalischen Organismus, unabhängig von der Tonlage. Die rhythmisch-metrischen Muster, die auch Johann Sengstschmid in seinem Werk durchweg benutzt, gehen kaum über die in der Barockmusik gebräuchlichen Bildungen hinaus, wobei man sagen muss, dass auch in der Musik der Klassik und der Romantik, ja bis hinein in die Moderne, etwa Paul Hindemiths, grundsätzlich die Entwicklung des Rhythmus weit hinter der der Harmonik zurückbleibt, jedenfalls in der mitteleuropäischen Musik. Es scheinen quasi archetypische Muster zu sein, die ihre Herrschaft über Jahrhunderte beibehalten, Muster, die auf den einfachsten und elementarsten Zahlenproportionen beruhen.

Wie Sengstschmid sich grundsätzlich von jeder Art Atonalität einer vormaligen Avantgarde der Schönberg-Webern-Nachfolge distanziert (was sich zwangsläufig aus der Klangreihenlehre ergibt, aber sicher auch ästhetische und hörpsychologische Gründe hat), ebenso beschränkt er sich auch auf die über Jahrhunderte tradierten rhythmisch-metrischen Muster. Er scheint weder Taktwechsel (schon gar erst Wechsel des Grundpulses wie etwa bei Messiaen), noch fünfer, siebener oder sonstige kompliziertere Taktarten, noch Quintolen, Septolen oder gar die Gleichzeitigkeit solcher rhythmischer Bildungen in seinen Kompositionen als Gestaltungsmittel einzusetzen (obwohl dies vermutlich innerhalb der Klangreihenlehre möglich wäre). Sengstschmid entscheidet sich auch hier für die Beschränkung, die ebenso wie die melodisch-harmonische Komponente für die innere und äußere Ausgewogenheit sorgt.

Unberücksichtigt bleibt auch die Weiterentwicklung des Klangfarbenspektrums. Offensichtlich sieht der Komponist keine innere Notwendigkeit, solche seit Beginn der sogenannten Moderne weit vorangeführte Neuentdeckungen in sein Werk zu integrieren. In dieser Traditionsverbundenheit steht er sicherlich einzig da innerhalb der allgemeinen Entwicklung der Musik im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert.

Aber ist dieser Standort nicht durchaus respektabel? Finden sich die vielen auf der Stelle tretenden, auf hundertmal ausgetretenen Pfaden der Avantgarde von gestern und vorgestern, mühsam sich zu artikulieren bemühenden jüngeren Komponisten, die ihr Heil suchen in irgendwelchen Nischen, die möglicherweise noch nicht vollbesetzt sind, in einer achtbareren Position innerhalb einer zumindest zur Zeit weitgehend stagnierenden historischen Entwicklung? Wo finden sich heute unter den jungen Adepten solche, die zumindest sich auf einen Personalstil hin bewegenden Persönlichkeiten? Haben sie überhaupt etwas zu sagen, was der Beachtung wert ist? Natürlich sind sie in ihrer Lage nicht zu beneiden. In der pluralistischen Gesellschaft scheint alles gleich gültig, was bedeutet, "gleichgültig" zu sein.

Johann Sengstschmid kann hingegen auf ein Lebenswerk zurückblicken, das in seiner Geschlossenheit zeugt von einer großen Stabilität und künstlerischen Verantwortung. Viele seiner Kompositionen werden getragen von einer spürbaren Spiritualität. Früh hat er seinen eigenen Weg gefunden und ist auch fachlich absolut unanfechtbar.

Sengstschmids Musik mit den "richtigen Ohren" zu hören setzt voraus, dass man sie vorurteilsfrei hört. Dann erschließt sie sich selbst dem musikalischen Laien und Musikliebhaber leicht. Es sei ein Vergleich mit dem religiösen Glauben gestattet: entweder man öffnet sich einem Glauben oder man verschließt sich. Dem, der sich Sengstschmids Musik öffnet, bereitet sie beträchtlichen Hörgenuß, weil sie in sich stimmig und im besten Sinn harmonisch ist.


Dr. Günther Metz, Musikwissenschaftler und em. Professor der Musikhochschule Freiburg/Breisgau:

Ave regina caelorum op. 19a: Zweimal - im Tritonusabstand versetzt - schließt sich an wenige Intonationstakte dieselbe Folge ungleich langer Abschnitte eines in seinen harmonischen Wendungen überraschenden dreistimmigen Satzes an, in dem der Sopran über schreitendem Orgelbaß und ruhig bewegter Altstimme dominiert - eine berührend schöne, auf unendliche Wiederholung hin angelegte Sequenz.

In der (dreisätzigen) Kirchensonate op. 50 noch einmal verwendet, fungiert das "Ave regina caelorum" - nun in einer Bearbeitung für Violine, Fagott und Klavier - als zu den bewegteren Außensätzen kontrastierende "Meditation". Wie in ihr das Zeitgefühl, so scheint im "Praeludium", einer Art Phantasie über den Choral "Lobt Gott, ihr frommen Christen", das Raumgefühl suspendiert. Erst das Auftreten eines schlußweisenden Orgelpunkts vermag die - im endlos erscheinenden, nur durch die, jeweils faßbar tonalen Ebenen bezeichnende, cantus-firmus-artig auftretende erste Choralhalbzeile gegliederten Fortgang der Abschnittstranspositionen - verlorene Orientierung wieder herzustellen. Im, vergleichweise konventionellen, "Postludium" folgt auf einen schnelleren, von rhythmisch markanter Thematik geprägten und in eine Violinkadenz ausschwingenden ersten ein ausgedehnter, wieder eher meditativer, langsamer zweiter Teil. Die Motivik des - sich intermittierend anschließenden - Duos von Violine und Fagott verknüpft sich sodann - im Sinne einer finalen Steigerung - in der Reprise des Anfangsteils mit dessen markanter Thematik.

Nun ganz aufs Virtuose abgestellt ist die Klangreihen-Rhapsodie für Violine solo op. 54, die, zumal in ihren - ein verhaltenes Intermezzo umschließenden - Außenteilen die (traditionellen) Möglichkeiten des Instruments ausschöpfend, geradezu ein Paradebeispiel ihrer Gattung bietet, wobei besonders die Verve der glänzenden Introduktion besticht, während der vielgestaltige Schlußteil in einen nicht enden wollenden Schlußtaumel mündet...

In der Kleinen Festmusik für Bläser op. 30 ist es hingegen der ausgedehnte, das empfindungsstarke Herzstück des Werkes darstellende, mittlere Teil, der in seinen feinen prismatischen Klangbrechungen eine nach innen gewandte Festlichkeit aufscheinen läßt, zu der die umgebenden marschartigen Teile nur den äußeren Rahmen bilden.

Die 13, zwischen langsamerem und schnellerem Tempo wechselnden Stücke der (hier dem Klavier zugewiesenen) dreistimmigen Rosette zu drei Stimmen op. 7 wiederum bilden dank ihrer jeweiligen die wie ziellos wirkende harmonische Progression plastisch ausformenden polyphonen Faktur fein gegeneinander differenzierte unterschiedliche Charaktere aus, die gleichwohl (in der Aufnahme des 1. Stückes im 13.) zu einem Ganzen konvergieren.

Demgegenüber stellt sich schließlich das Klavierstück "Erinnerung an Windhaag" als rhythmisch scharf konturierte, in ihrem kaleidoskopischen Harmoniewechsel überaus prägnante, Klang-Invention dar.


Heinrich Nowotny, Waldviertler Sonderpädagoge und Graphikkünstler, Dietmanns:

Ich habe die CD "Rosettenklänge" sogleich angehört - voll Freude über die Musik, die ich sehr schätze. Sie wird einen besonderen Platz in meiner Tonträgersammlung bekommen. Mir gefällt auch die graphische Gestaltung sehr.


Gottfried Rabl, österreichischer Dirigent, Zusammenarbeit mit vielen Orchestern, etwa mit dem Radio Symphonie Orchester (RSO) Wien, dem Ensemble "die reihe" u.v.a., zahlreiche CD-Einspielungen, darunter die CD "Josef Matthis Hauer, Symphonic Works" (cpo), großer Kenner zeitgenössischer Musik (an Johann Sengstschmid):

Endlich kam ich dazu, mir Ihre CD ganz in Ruhe anzuhören. Und ich war höchst erstaunt, Zwölftonmusik erwartend, eine so ausbalancierte, eindringliche Musik zu hören, die doch auf so strengen strukturellen Prinzipien beruht. Manchmal denke ich mir, es ist doch fantastisch, was der menschliche Geist hervorzubringen vermag, obwohl Andere die Suche nach Neuem schon längst aufgegeben haben. Ich gebe ehrlich zu, dass ich mich vor dem Erhalt Ihrer CD noch nicht wirklich in das System der Klangreihenmusik eingelesen hatte. Ich hätte auch nicht gedacht, dass das System Josef Matthias Hauers in dieser Art weiterentwickelt werden hätte können. Bei der Aufnahme meiner Hauer CD dachte ich, dass dies ein Stil sei, der mit ihm seine Vollendung erhalten hätte. Aber weit gefehlt: Ist Hauers Musik etwas für Spezialisten, so hat Ihre Musik einen Charakter, der einen einlädt zuzuhören und einen sich wundern lässt, wie es denn möglich sei, so lebendige, empfundene Musik zu schreiben und gleichzeitig einem, von Ihnen so klar dargelegten, strengen System - wiederum neuen, anderen Zwölftonsystem - zu folgen. Sie haben es geschafft, mich neuerlich zu überraschen, obwohl ich eigentlich dachte, gut in die zeitgenössische Musik eingehört zu sein. Und ist es nicht genau dieser Umstand, der uns die Musik dieses und des letzten Jahrhunderts so unersetzlich macht?

Haben Sie aufrichtigen Dank! Gratulation auch zu Ihrer tollen und informativen Webseite, die keine Wünsche offen lässt.



Dr. Wolfgang Ströher, Hochschulprofessor an der Technischen Universität (TU) Wien i. R. und Schüler von Prof. Victor Sokolowski:

Meinen allerherzlichsten Dank für die schöne CD. Ich habe sie natürlich sofort abgespielt und mich an der gelungenen Aufnahme in Abwesenheit meiner Frau erfreut. Während der Abspielzeit ist meine Frau nach Hause gekommen, und sofort nach Öffnen der Wohnungstür und bevor wir noch ein Wort wechseln konnten, hat sie schon gerufen: "Aber das ist ja von Professor Sengstschmid!" Der Charakter einer ausgeprägten Persönlichkeit läßt sich eben nicht verheimlichen!


Tomaz Svete,
slowenischer Komponist, Universitätsprofessor und Vizedekan in Maribor:

Die Bekehrung des Augustinus zum Christentum hat einen Wandel seiner Auffassung von der Bedeutung des Schönen herbeigeführt. Die Wende zu einer neuen Auffassung ist durch die Unterordnung der Idee des Schönen unter die Gottesidee gekennzeichnet. Ähnliche Grundprinzipien spiegeln sich in der der Harmonie und Klangschönheit verpflichteten Klangreihenmusik von Johann Sengstschmid wider.

Die auf der neulich erschienenen CD mit einem treffenden Titel "Rosettenklänge" eingespielten Kompositionen überzeugen uns stets einerseits durch ihre Einflechtung in den Ritus des katholischen Gottesdienstes ("Kirchensonate" für Violine, Fagott und Klavier, op. 50, "Ave regina caelorum" für Sopran, Alt und Orgel, op. 19a), anderseits durch ihre Bestrebungen nach einer zeitgenössischen Musik voll Harmonie und Klangschönheit ("Rosette zu drei Stimmen", op. 7, "Erinnerung an Windhaag", Klavierstück, op. 47, "Klangreihen-Rhapsodie" für Violine solo, op. 54, "Kleine Festmusik für Bläser", op. 30), der Idee des Göttlichen verpflichtet - Beispiele einer zukunftweisenden Musik, die Symbole zu schaffen versucht, die auf die Altäre der kommenden geistigen Religionen gehören.


Christa Vock,
Schweizer Saxophonistin:

Eine formvollendete CD, ein schön gestaltetes Booklet, eine Freude, diese wunderbaren Werke auch klanglich geniessen zu können. Ganz besonders gefallen mir das Ave regina caelorum und die Kleine Festmusik für Bläser, op. 30. Herrlich die Klänge. Diese Musik hört man mit dem Herzen.


Makis Warlamis,
Professor, griechisch-österreichischer Maler, Architekt, Schriftsteller und Lehrer an verschiedenen Universitäten, Leiter des Internationalen Zentrums für Kunst und Design I.DE.A. in Schrems:

Für den Zuhörer spannt sich ein roter Faden durch die konsequente und klare Struktur. Am Ende ergeben die vielen, teils versteckten Fragmente ein harmonisches Ganzes.




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